Stadtradeln 2021 – Teams der GMS erhalten Auszeichnungen

Die Auswertung der erraddelten Kilometer ergab für die Teams der GMS Pliezhausen zwei Auszeichnungen:

  • 2. Platz in der Kategorie "Radaktivste Klasse Kilometer pro Kopf": Lehrer - 311 km p.P.
  • 3. Platz in der Kategorie "Radaktivste Klasse Kilometer pro Kopf": Klasse 06b - 289 km p.P

Wir gratulieren allen Teilnehmern, die diesen tollen Erfolg zusammen erreicht haben!

Stadtradeln 2021 – Rückblick eines Gejagten

Stadtradeln 2021, zum ersten Mal auch an der GMS Pliezhausen. Drei aufregende Wochen liegen hinter den eingetragenen Radlern, die dem fürchterlichen Wetter der letzten Wochen trotzten und Kilometer sammelten als Zeichen für sportlichen Ehrgeiz und ein gutes Klima. Eigentlich absurd, dass ausgerechnet wir, die wir für das Klima ein Zeichen setzen wollten, jetzt den Klimawandel in voller Härte mit Hagel und Starkregen zu spüren bekommen.

Das erste Wochenende beginnt mit einem Ausreißerantritt der Sonntagsfahrer. Während ich mich am ersten Wertungstag symbolisch mit zwei Kindern die 9 km mit dem Fahrrad ins Freibad quäle (wie gerne hätte ich das Auto genommen den Berg rauf nach dem Schwimmen und ja, vor drei Wochen war das Wetter gerade noch so, dass man dorthin konnte) sehe ich in der Stadtradelapp astronomische Kilometerzahlen an mir vorbeiziehen. Petra B. als Schulleitung erscheint da mit 90 km und wenn ich mich nicht irre, liegt Martin B. bereits am Sonntagabend gefühlt uneinholbar mit 125 km an der Spitze der Schule. Ein erstes Fazit nach dem Wochenende: Unsere Schule hat 553 km erradelt. Ich vergleiche kurz mit den anderen Teams im Landkreis: Ja ok, manche Schulen haben schon über 8000 km, aber die betrügen ganz sicher. Es kann ja keiner nachprüfen, was man wirklich gefahren ist. Schönwetterradler!

Ich konzentriere mich fortan ganz auf den schulinternen Wettkampf. Einige Klassen 5 und 6 sammeln Kilometer wie verrückt. Einzelne Namen fallen schnell auf: „Anna-Lena W. aus der 6b, was wisst ihr über die?“ frage ich meine Klasse. „Die fährt immer wie verrückt Fahrrad,“ erwidert die Klasse. Aha, ein ernstzunehmender Konkurrent! Aber die Klasse ist insgesamt verrückt. Der Kilometerstand der Klasse steigt und steigt. Die 6b ist der häufigst beäugte Klassenname der nächsten Wochen für mich. Ein gewisser Prof. Dr. Léon B. fällt ebenfalls früh durch Kilometer und Name auf, aber auch Mattis G. und Luis P. versuchen bis zum Schluss an Anna-Lena aufzuschließen. Unter dem Pseudonym C.B. fährt wohl die Klassenlehrerin ebenfalls heimlich in ihrer Klasse statt im Lehrerteam mit, aber ich verkneife mir weitere Nachforschungen. Die Klasse ist ein Phänomen.

Auch gestandene Kolleginnen tauchen im Lehrerteam auf: Susanne S. hält die Ehre des Grundschulkollegiums hoch und legt am Ende eine sehr passable Kilometerzahl vor. Iris M. legt Wert auf rein mechanischen Antrieb und kommt auch im reiferen Alter täglich von Walddorf-Häslach zur Schule geradelt und sammelt so stetig ihre Kilometer. Und die Mediotheksleitung Frau L. fährt wohl immer noch Bücher mit dem Fahrrad aus bei diesen Kilometereintragungen.

Leider kristallisieren sich aber bereits am dritten Tag zwei weitere Namen in der Gesamtwertung heraus, die mich in den nächsten 3 Wochen bis in meine Träume begleiten und verfolgen sollen. Ildiko S., Mutter in zwei Klassen unserer Schule, fährt Kilometerleistungen, die ich nicht für möglich gehalten habe. Eine kurze Recherche bei der Tochter klärt mich auf: Auto verkauft, ab jetzt alles mit dem Fahrrad. Ein toller Ansatz. Aber ist das fair? Mein sicher geglaubter und überall verkündeter Schulsieg steht in Gefahr. Und noch von anderer Seite droht Konkurrenz. Emil von S., ein zunächst unauffälliger Schüler aus meiner eigenen Klasse, wagt es an meinem mühsam errichteten Thron zu sägen. Und das Schlimmste: Weder hat er einen besonders langen Schulweg noch einen Boschmotor mit Turboantrieb. Emil fährt und fährt, nachmittags, abends, am Wochenende. Woher nimmt der Junge Zeit und Energie? Braucht er mehr Matheaufgaben, damit ich seinen Kilometerstand in Schach halten kann? Ein eiserner Verfolger, der sich in meine Waden verbissen hat. Täglich demütigende Grüße auf Teams: „Herr F., ich habe sie soeben überholt!“ Meine Antwort: „Ich trage morgen meine Schulkilometer ein, dann habe ich dich in der Tasche.“ Höhepunkt der Demontage am Sonntag: „Herr F., ich habe 50 km mehr als Sie!“ Ja ist der Junge verrückt! Meine Antwort: „Die Woche endet freitags und ich fahre jeden Tag 40 km zur Schule! Rechne mal nach!“

Und immer wieder Ildiko S. Ich will gar nicht mehr in die App reinschauen. Kurz sieht es nach zwei Regentagen etwas besser aus für mich: Keiner außer mir scheint aufs Rad zu steigen und ich muss ja jeden Tag zur Schule kommen (habe auch mein Auto verkauft damals als ich an die Schule kam…). Aber ich glaube nun, sie hat bei dem Regen nur das Handy ausgeschaltet und die Kilometer hinterher von Hand nachgetragen. Ich hatte das Handy an und habe nun ein neues… Wasserschaden.

Der Wettbewerb setzt ungeahnte Kräfte und Energien frei: Kollege B. bestellt rechtzeitig zum Beginn des Wettbewerbs ein Fahrrad und muss zusehen, wie die Zeit verrinnt und sein Fahrrad nicht kommt. Drei Tage vor Schluss meldet er sich endlich beim Stadtradeln an. Vermutlich macht ihm aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Er beschließt mit einer ebenfalls rein mechanischen Gewaltleistung am letzten Tag mit knapp 25 km den Wettbewerb. Dabei sein ist alles! Wenigstens hat er jetzt endlich ein Fahrrad.

Kollege Uwe S. versucht (ebenfalls heimlich bei seiner Klasse mitradelnd) auf den letzten Drücker wenigstens in seiner Klasse die Führung zu übernehmen, um eine größere Blamage zu vermeiden und rast bei seinen Anstrengungen in ein entgegenkommendes Auto und beginnt nun die Schulferien mit gebrochenen Gliedmaßen etwas früher als gewöhnlich. Das tut mir unendlich Leid und ich wünsche gute Besserung. Wir merken uns fürs nächste Jahr: Bloß nicht übertreiben und wenn dann mit Helm (den Herr S. zum großen Glück trug).

Kollegin Barbara H., mit der man beim Fahrradfahren eigentlich immer rechnen muss, fährt Gerüchten zufolge in einem gleichlautenden Team „GMS Pliezhausen“ - aber alleine und soll dort unberechenbar viele Kilometer eingetragen haben. Gerade nochmal gut gegangen für mich. Da hätte man ansonsten nochmal ganz neu verhandeln müssen über die Platzverteilung im Lehrerteam.

Jetzt ist Freitagabend 17 Uhr. Der Wettbewerb läuft noch 7 Stunden. Ildiko liegt mit 859,5 km ziemlich genau 49 km vor mir. Ich gebe mich geschlagen. Emil liegt 110 km hinter mir. Aber was sind 110 km für Emil, wenn er noch 7 Stunden Zeit hat? Nichts, ein Witz, ich zittere, schaue minütlich auf mein Handy. „Herr F., ich habe sie überho-olt!“ Ein Albtraum. Endlich. Morgen ist es vorbei. Egal ob Emil mich noch einholt. Gewonnen hat er sowieso - ohne Elektromotor.

Überhaupt muss an dieser Stelle Familie S. (Mutter Ildiko) in Gesamtheit erwähnt werden. Als Familie tragen sie über 1400 km ein, was knapp 16% der gesamten Schule ausmacht. Jeder 6. Kilometer wurde von denen gefahren! Hut ab. Aber ist ja klar: Auto verkauft, keine Wahl. Gute Entscheidung!

Meine Klasse 7c hat 780 km eingetragen, Emil ist davon 690 km gefahren (210 km mehr als Sportskanone Martin B.): p%=W/G=690/780=88,5%. Emil hat fast 90 % der Klassenkilometer erradelt. Wahnsinn. Emil: Super, Klasse: Schämt euch! Der Schüler, der alle Mitschüler der Schule weit hinter sich gelassen hat – ohne Motor. Wenn alle Schüler ansatzweise so viel gefahren wären, hätten wir die FES mit ihren lächerlichen 41.455 km in der Pfeife geraucht.

Allerdings haben wir einen Trumpf: Die Kilometerleistung pro Kopf liegt an unserer Schule bei 195 km, in der FES lediglich bei 120 km. Da hatten wir wirklich eine ganze Reihe engagierter Radler am Start und da bin ich schon sehr stolz auf unsere Schule. In allen Stufen ab Klasse 4 fanden sich engagierte Fahrer, die den Klassen zu beachtlichen Ergebnissen verholfen haben. An den großen Schulen macht es wohl eher die Masse aus. Es hat großen Spaß gemacht zu sehen, wie viele fleißige Fahrradfahrer es in der Schülerschaft, unter Kollegen und natürlich auch den Eltern aber auch im ganzen Kreis Reutlingen gibt. Ich werde unsere Schule im nächsten Jahr sicher wieder anmelden.

Joachim F.

GMS Pliezhausen nimmt am Wettbewerb

Vom 26.06. – 16.07.21 nimmt die GMS Pliezhausen am Wettbewerb "Stadtradeln" teil.

Mehr über den Wettbewerb finden Sie hier und über das Netzwerk "Klima-Bündnis" hier.

Kunstwettbewerb: Mein Superheld besiegt Corona!

Schon im letzten Jahr wurde von der Fachschaft Kunst der Wettbewerb "Mein Superheld besiegt Corona!" ausgeschrieben.

Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Sekundarstufe waren dazu aufgerufen, ihre Werke einzureichen. Nach Auswertung und Beurteilung aller eingereichten Arbeiten, haben sich Frau Brusdeylins und Frau Herbster heute auf den Weg gemacht und allen Gewinnerinnen und Gewinnern ganz coronakonform ihre Preise und Urkunden zukommen lassen. An dieser Stelle gilt unser Dank auch der Sparkasse Pliezhausen, die sich an der Finanzierung der Preise beteiligt hat!

Einen angemessenen Rahmen für die Siegerbilder bietet die Mediothek Pliezhausen, in der diese momentan ausgestellt werden! Auch hierfür unser Dankeschön!

Die Ergebnisse aller Teilnehmer und die Bilder der Preisverleihung können Sie und könnt ihr jetzt auf der rechten Seite unter Downloads bestaunen!

Wir bedanken uns bei allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben!

Unsere Theateraufführungen

An unserer Schule finden häufiger Theateraufführungen statt, an denen sich Freiwillige mit Lust am Spiel beteiligen können.