06. Nov. 2020

SMP-Jahrgang 2018/2020

15 Schülerinnen und Schüler haben, mit Beginn der Klassenstufe 8, von 2018-2020 an der Ausbildung zum Schülermentor teilgenommen. Unter dem Motto: „Gemeinsam stark für Andere“ setzten wir uns für das soziale Miteinander an unserer Schule ein. Wir planten Projekte, durch die wir dort helfen konnten, wo Hilfe gebraucht wurde bzw. bis heute gebraucht wird. Die Ausbildung wurde von unseren Religionslehrerinnen Frau Steinhilber und Frau Brusdeylins, in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Jugendwerk Tübingen, an unserer Schule durchgeführt. Das Schülermentorenprogramm, kurz SMP, fand ihm Rahmen „Reli Plus“ statt und verlief parallel zum konfessionellen Religionsunterricht. Dabei war aber keine bestimmte Religionszugehörigkeit erforderlich.
Zu den Inhalten des Schülermentorenprogramms zählten neben den üblichen Religionsinhalten auch die Vermittlung von rechtlichen Grundlagen, Gruppen- und Spielpädagogik, christliche Grundwerte und vieles mehr. In den zwei Jahren hatten wir mehrere Schulungstage.
Während unserer Ausbildung haben wir viele verschiedene Projekte bzw. Aktionen geplant und durchgeführt. Dazu zählte die Tanz-AG, das Weihnachtsbasteln für Menschen im Altersheim, eine Tombola auf dem Schulfest, die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, Popcorn- und Crêpesverkauf und vieles mehr. Als Abschlussprojekt war eigentlich eine Schüler- Lehrer Challenge geplant. Hierbei sollte Geld für Asha21 gesammelt werden. Asha21 ist ein gemeinnütziger Verein, der durch Patenschaften und Hilfseinsätze versucht, die Armut in Nepal zu bekämpfen. Leider konnten wir unser gewünschtes Abschlussprojekt aufgrund von Corona nicht durchführen. Deshalb haben wir uns dazu entschiedenen, den Erlös unserer Aktionen der letzten beiden Jahre an Asha21 zu spenden. Immerhin sind hier auch 400 € zusammengekommen.
Durch unsere Ausbildung zum Schülermentor haben wir (Selbst-)Organisation bei der Durchführung unserer Projekte gelernt, genauso wie die Übernahme von Verantwortung. Uns wurde bewusst, dass man mit kleinen Gesten bereits Großes für Andere bewirken kann.

Zum Abschluss unserer Ausbildung haben wir ein Zertifikat des Kultusministeriums erhalten, das uns befähigt, Angebote in der kirchlichen Jugendarbeit und in der Schule mitzugestalten. Wir können nun die Jugendleiter-Card (Juleica) beantragen. Das ist ein bundesweit einheitlicher Ausweis für MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit, der zur Beglaubigung und Anerkennung in unserer Gesellschaft dient und mit dem wir Vergünstigungen (z.B. bei kulturellen Veranstaltungen) erhalten können. Unser soziales Engagement wurde zudem im Zeugnis von unseren Lehrern beurteilt.
Ich würde die Schülermentorenausbildung jederzeit weiterempfehlen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht! Wir haben viele interessante, aber auch tiefgründige und lustige Gespräche geführt und hatten als Gruppe einfach eine schöne und unvergessliche Zeit, die uns auch und vor allem persönlich weitergebracht hat. Auch die Freizeit und Schulungstage haben uns sehr gut gefallen und werden uns in bester Erinnerung bleiben!

Greta Bader (im Namen der Schülermentoren)

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